Ukandu durch die Jahre

Emily 'Scamper' Harden |

Cindy 'Tigerr' Trelstad |

Jaylene 'Cookie' Fredrickson |

Camp Ukandu entstand Ende der 1980er-Jahre, als eine krebsbetroffene Familie aus Portland nicht mehr zum Camp Goodtimes im Bundesstaat Washington fahren konnte.

Ken Raddle war zusammen mit seiner Familie der Anstoß dafür, ein Camp in Oregon für Kinder mit Krebs ins Leben zu rufen. Kens Kinder waren zuvor beim Camp Goodtimes gewesen.

Ken nahm Kontakt zu Dr. Neerhout vom OHSU Dorenbecher und zur American Cancer Society auf. Das Camp fand in seinem ersten Jahr im Kiwanis Camp am Mt. Hood statt, geleitet von Studierenden der PSU. Das Camp war nicht ganz das, was Ken sich vorgestellt hatte. Also ging er zu Plan B über.

Das Programm zog um zum Camp Yamhill, das alles hatte, was wir brauchten…außer Personal. Um die gewünschte Atmosphäre im Camp zu schaffen, bat Ken Cindy Trelstad (Tiggrr) und Ted Gillette (Chief), die ersten Camp-Direktoren zu werden. Tiggrrs Mantra bei der Auswahl der Mitarbeitenden war, dass sie ein bisschen albern und verrückt sein mussten, damit die Camper und Familien dachten: „Na immerhin habe ich nur Krebs, ich bin nicht verrückt!“  Neben der Personalsuche mussten sie auch das Programm planen. 

Wie bei allem Neuen hatte das Camp in diesem ersten Jahr mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Es gab nicht ganz genug Hilfe. Sie verbrachten durchwachte Nächte damit, den nächsten Tag zu planen, und während sie planten, entwirrten sie die Angelschnüre an allen Angelruten. Tiggrr kam erschöpft vom Camp nach Hause, aber restlos begeistert von all den Campern des ersten Jahres.

Im zweiten Jahr des Camps hatten Tiggrr und Chief ein ganzes Jahr Zeit zum Planen gehabt. Dick Simpson, langjähriger Camp-Direktor beim YMCA und ein Freund von Tiggrr, half uns, uns zu organisieren. Tiggrr teilte außerdem ihrer Familie mit, dass sie HILFE brauchte!! Scamper und Shakes meldeten sich prompt. Ma und Pa kamen für ein paar Tage ins Camp, um Neets bei den Tagebüchern zu helfen und mit den Kindern mit Ton zu arbeiten. Einer unserer ersten Freiwilligen fuhr mit einem Greyhound-Bus von Pendleton aus an, um sich dem Team anzuschließen. Ein weiterer junger Mann, vielleicht sollten wir sagen: ein Junge, fand ebenfalls seinen Weg in unser Camp-Team und hat, egal wo er gerade lebte, nie ein einziges Camp verpasst. Wir stellten bald fest, dass unsere Freiwilligen eine treue Truppe waren, die Jahr für Jahr wiederkam, um bei unseren Kindern zu sein. Unser Team wuchs durch Mundpropaganda, denn all diese verrückten Teammitglieder brachten Freunde und Familie mit, und alle verschrieben sich ganz dem ausgelassenen Spaß.

Nach dem Licht-aus traf sich das Team oft in der Küche, um Kaffee zu trinken, Reste zu essen und den Tag Revue passieren zu lassen. Andere Male hörten wir zu, wie Pebbles uns eine Geschichte vorlas. Pebbles, eine Schulbibliothekarin, war zum Schreien komisch und brachte uns immer zum Lachen. Diese abendliche Verbundenheit war ein wesentlicher Teil davon, eine familiäre Atmosphäre zu schaffen.

Volunteer Staff at Camp cabin photo from early camp days

Ähnlich wie im heutigen Programm von Camp Ukandu gab es in den frühen Camps Kunst, Angeln, Bogenschießen, eine Seilschaukel über dem Bach, Spiele, Theater, Lagerfeuer, Sketche, Wunschboote, einen Tanzabend und Gesang. Wir nahmen die Camper außerdem mit zur Flying M Ranch zum Reiten. Wir hatten das Glück, dass der professionelle Songwriter und Sänger Jim Newton zwei oder drei Jahre lang zu Besuch kam, Gitarre spielte und uns viele Lieder beibrachte. Viele seiner Lieder werden bis heute gesungen.

Um den älteren Teenagern ein besonderes Erlebnis zu bieten, nahmen wir sie mit dem Bus zum Strand für eine Übernachtung am Beverly Beach mit. Sie liebten es, sich bei Strandspaziergängen und S'mores am Lagerfeuer näherzukommen.

Um den Tag zu beginnen, versammelten wir uns alle um den Fahnenmast. Jede Hütte war einmal an der Reihe, die Flagge zu hissen und ein Lied zum Tagesbeginn zu singen. Es dauerte nicht lange, bis alle Camper darüber redeten, was wohl am Fahnenmast hängen könnte, wenn sie zum Morgenkreis kamen. Ziemlich oft fehlte irgendjemandem unbekannterweise die Hose oder das Hemd. Sogar Tiggrrs berühmter roter Hut landete einmal am Fahnenmast.

Zu den weiteren lustigen Aktivitäten gehörten eine Holländische Auktion, Wanderungen zu drei Teichen, eine Seilrutsche über den Bach, Übernachtungen in den Tipis (es heißt, die Tipis seien viel gemütlicher gewesen als die Hütten!), Snacks bei der Essenshalle, die in Wasserschlachten ausarteten, und noch viel mehr. 

Wir hatten auch einen Tanzabend. Das erste Motto war „Everybody Dance Now“. Die Kinder schmückten die Essenshalle: Sie zeichneten die Umrisse voneinander auf Packpapier und hängten die Figuren dann an die Wände. Eine jugendliche Camperin an Krücken kam herein und sagte zu Tiggrr: „Ich sehe niemanden, der so aussieht wie ich, mit einem Bein.“ Tiggrr antwortete: „Na, dann leg dich hin, und wir zeichnen dich!“ Es gab so viel zu lernen, und Team und Camper arbeiteten gemeinsam daran.

Ukandu Teens on Beach Three Camp Volunteers

Am Morgen nach dem Tanzabend machte unsere Köchin Ruthie hausgemachte Zimtschnecken zum Frühstück! Was für ein Genuss. Ruthie war eine großartige Köchin, das beste Camp-Essen überhaupt!

Zur Vorbereitung auf unser letztes Lagerfeuer bastelten Camper und Team Wunschboote aus Baumrinde, manchmal mit Moos, Farnwedeln, einem Zettel mit ihrem Wunsch darauf und einer Kerze. Nach dem Lagerfeuer gingen die Hütten nacheinander bis an den Rand des Bachs und schoben ihre Wunschboote ins Wasser. Es war wunderschön zuzusehen, wie die Boote außer Sichtweite trieben.

Von Anfang an war die Philosophie, eine spaßige und aufregende Woche für die Kinder zu schaffen, und vielleicht auch eine besondere Zeit für die Eltern, deren Kinder zu Hause blieben. Im Camp waren die Krankenpflegerinnen, Krankenpfleger und Ärzte im Team dieselben, die die Camper auch aus den Kliniken kannten. Es war für die Eltern immer schwer, ihre Kinder im Camp zurückzulassen, aber fast alle konnten sehen und spüren, welchen positiven Unterschied das Camp im Leben ihrer Kinder machte. Im Namen des gesamten Teams sind wir den Eltern für immer dankbar für das Vertrauen, das sie in uns gesetzt haben. 

PS: Und dieser Junge, der Teil des ersten Teams war und nie ein Camp verpasst hat? Das war Thumper, vielen bekannt als Jason Hickox, der CEO von Ukandu.